Leitgedanken zum Umgang mit Pferden

Die Pferde sind unsere Meister. Sie schauen nicht auf unsere Kleidung oder auf das, was wir darstellen wollen, sondern reagieren unmittelbar auf unsere Persönlichkeit. Je klarer, ehrlicher, respektvoller, wir ihnen begegnen, desto eher akzeptieren sie uns als echte Führer.

Zum Anfang nähern wir uns dem Pferd durch Beobachtung und je mehr wir beobachten, desto größer wird der Wunsch, das Pferd in seinem Wesen zu verstehen. Und dieses Ringen um ein Verständnis des Tieres ist die Grundlage unserer Reitkunst.
Pferde reagieren unmittelbar. Ihr Verhalten ist direkt, ehrlich, und manchmal erschreckend grob. Wenn das Pferd nicht tut, was wir wollen, ist nicht das Pferd schuld, sondern wir sind noch nicht in der Lage, uns dem Pferd verständlich zu machen oder wir haben das Pferd noch nicht verstanden. Wir können nichts vom Pferd verlangen, was es nicht aus seiner Natur heraus geben kann, wir können es lediglich hervor locken in die Kraft seiner Ursprünglichkeit. Sobald wir mit dem Pferd zusammen sind, ist jede Position, jede unserer Bewegungen, jede innere Stimmung wichtig. Denn auf all das reagiert das Pferd. Von uns erfordert das höchste Aufmerksamkeit, Selbstwahrnehmung, Selbstdisziplin und Klarheit in unserer Absicht. In kleinen Schritten lernen wir die einzelnen Aspekte unserer äußeren und inneren Haltung kennen. Wir fühlen in uns hinein, wir versuchen uns unserer inneren und äußeren Haltung bewusst zu werden. Wir lernen unser ganzes Verhalten, unsere ganze Persönlichkeit einzusetzen als Mittel der Kommunikation mit dem Pferd . Die Meister der Reitkunst sind diesen Weg gegangen – ein langer Weg des Übens.
Aber schon im Üben entstehen immer wieder Momente der Innigkeit und der Harmonie, Momente, in denen wir mit dem Pferd verschmelzen, Momente, in denen wir ganz im Hier und Jetzt sind. Je jünger die Schüler, desto leichter fällt es ihnen, eins zu werden mit dem Pferd, allerdings noch sehr unbewusst. Je älter die Schüler, desto mehr innere Arbeit ist notwendig diesen Zustand der Einheit mit dem Pferd zu erreichen.

Man darf nicht mit dem Reiten anfangen,
indem man die Zügelhilfen lernt,
sondern, indem man lernt zu fühlen.
– Nuno Olivera

Fred & Myriam Zahrte

Seit Anfang 2005 betreiben Myriam und Fred Zahrte den landwirtschaftlichen Betrieb in der grünen, weiten Wiesental-Aue zwischen Schopfheim-Fahrnau und Hausen-Raitbach.

  • Myriam Gaby Zahrte, geb.1966, Waldorf Erzieherin, Heilpädagogin (Rudolf Steiner Seminar Kassel), Reitpädagogin (SGTR), Mutter der vier gemeinsamen Kinder
  • Fred Zahrte, geb. 1966, Waldorf-Erzieher (Rudolf Steiner Institut Kassel), 10 Jahre Erzieher und Gruppenleiter in einem Heim für verhaltensauffällige Jungen, seit 2005 Landwirt.

Unsere Ziele

  • Ein Stück Natur erhalten und gestalten im immer städtischer werdenden Wiesental
  • Erlebnisräume anbieten in denen Kinder Natur erleben, respektvollen Umgang mit Tieren erlernen, Gemeinschaft erfahren, Sinne schulen.
  • Kinder- und Jugend-Freizeiten
  • Reiten als Kunst unter Einbeziehung aller Reitweisen
  • Seminar-Arbeit mit Erwachsenen
  • Kulturveranstaltungen

 Lehrer

Ernst Peter Frey (Western Trainer, kalifornische Reitweise)   mehr Infos

Sabine Wiedenmann (Klassische Reitweise) mehr Infos

Andrea Sterz (Klassische Reitweise) mehr Infos