Schlagwort Praxis

Lebenspraxis IV

Mein Körper
Am Mogen, wenn ich die Augen öffne, sehe ich zuerst eine Helligkeit, dann erkenne ich den Raum in dem ich geschlafen habe. Manchmal ist das eine Überraschung. Dann braucht es etwas Orientierung, um zu rekonstruieren wo ich bin. Dass ich ich bin scheint mir selbstverständlich. Ich schaue mit einer sehr gewohnten Perspektive aus meinen Augen und dann arrangiere ich mich mit einem Körper, den ich gut kenne und der meist noch liegen bleiben möchte. Dieser Körper wird mich dann durch den Tag tragen. Mein Wille steuert die Bewegungen, meistens automatisch, manchmal bewusst. Mein Körper kann auch streiken. Plötlich ein Schmerz im Rücken oder im Arm und meine Vorhaben werden ausgebremst. Wenn ich etwas bewegen will, brauche ich diesen Körper. Er trägt meine Sinne, durch ihn werde ich wirksam. Aber pflege ich auch dieses wundervolle, geheimnisvolle und faszinierende Instrument?
Nahrung, Schlaf, Wärme, Licht und Bewegung. Alles bedeutend. Wenn ich nicht wüsste, wie gut es mir tut, würde ich mich nicht jeden Tag aufraffen. Meine tägliche Praxis für den Körper: Etwas Yoga, etwas Krafttraining, etwas Tanz (selten alles an einem Tag). Das lässt meinen Körper lebendig bleiben. Vor 10 Jahren habe ich begonnen mich intensiver zu bewegen und ich wage zu behaupten, dass ich heute, mit 52, fitter bin als mit 32.
Fit sein ist für mich eine gute Vorraussetzung für all die Dinge die ich noch erleben und bewegen möchte. Hast du noch etwas vor? Und wie pflegst du dein kostbares Instrument, deinen Körper?